Kennel von Roohan


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FN

Welpen


Familiäre Nephropathie (FN = Schrumpfnieren)

Die hauptsächlichen Funktionen der Nieren sind die Ausscheidung von Wasser, Fremdstoffen, Elektrolyten und Stoffwechselendprodukten. Die Glomeruli der Niere stellen den Filter dar, der den Urin vom Blut trennt und somit den Primärurin herausfiltert. Ein Netzwerk aus Typ IV Kollagenfasern ist essentiell für die korrekte Struktur der Basalmembran der Glomeruli und somit für die Funktion der Nieren. Die durch FN hervorgerufene progressive Erkrankung der Nieren wird durch einen Collagen Typ IV Defekt verursacht. Hunde mit FN entwickeln im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren chronische Nierenfunktionsstörungen, die schließlich, in manchen Fällen sehr schnell, zu einer Zerstörung beider Nieren führen und tödlich enden. Erste klinische Zeichen sind z. B. übermäßiger Durst, eine verminderte Wachstumsgeschwindigkeit oder Gewichtsverlust, verminderter Appetit und Erbrechen.
Quelle: Laboklin

Es gibt keine Heilung, die Krankheit verläuft immer tödlich. Der FN-Gentest erlaubt eine Frühererkennung der Krankheit.

Die Familiäre Nephropathie folgt einem autosomal rezessivem Erbgang, das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen.

Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.

Genotypen:
A Genotyp N/N frei (homozygot gesund):
Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an FN zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

B Genotyp N/FN Träger (heterozygoter Träger):
Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an FN zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem FN mutationsfreien Hund verpaart werden.

C Genotyp FN/FN betroffen (homozygot betroffen):
Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an FN zu erkranken und zu sterben.


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