Kennel von Roohan


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Gedanken

Welpen

Gedanken zu

  • einfarbig x mehrfarbig Verpaarungen
  • Cocker aus Schaulinien x Arbeitslinien - Working Cocker


Ein guter (= gesunder) Hund hat keine Farbe oder doch?......

Es ist fraglich, ob man eine Unterteilung der Farben (oder der Linien aus Schau und Arbeit) in der Zucht aus Sicht des Wohls der Cocker noch zu vertreten ist. Selbst wenn die Farbvarianten (oder Linien) ohne gesundheitliche Risiken auftreten, so engt man doch den Genpool durch die Trennung nach Farben (oder Linien) weiterhin unnötig ein und schafft somit erhöhte gesundheitliche Risiken für die ganze Population. Die Welpenzahlen der Cocker beweisen die Rückläufigkeit der Rasse und somit zwangsläufig auch die Verkleinerung des Genpools.

Nach dem Motto: "
Nur das Beste ist gut genug für die Zucht" wird in Züchterkreisen sehr stark selektiert. Es werden Zähne gezählt, Augen untersucht, Röntgenbilder ausgewertet, Gentests erstellt und Championtitel erworben um zu ermitteln, welche Hunde nun "das Beste" sind.

Sollten aber wirklich nur die besten Hunde für die Zucht verwendet werden?
Die Populationsgenetik lehrt uns, dass eine bestimmte Quote von Tieren mindestens zur Zucht eingesetzt werden muss, um die Population zu erhalten. Werden weniger Tiere in der Zucht eingesetzt, als diese Quote vorsieht, kommt es zwangsläufig zu einer Verkleinerung der effektiven Population und des Genpools.
Deshalb sollte man zuerst die Frage stellen, wie viele Zuchttiere man benötigt, um Größe und Variabilität der Rasse zu erhalten. Und dann erst darf man den nächsten Schritt tun und fragen, welche Hunde eingesetzt werden und wo selektiert wird.

Denn jede Selektion bedeutet, dass bestimmte Tiere nicht in die Zucht gelangen, wohingegen andere verstärkt zur Zucht verwendet werden. Und das führt zwangsläufig zu einer Verkleinerung des Genpools und einer Zunahme der Homozygotie.

Man sollte das Motto "Nur das Beste ist gut genug für die Zucht" umwandeln in das Motto "Was für die Population am besten ist sollte in der Zucht verwendet werden". Und das wäre nahezu jeder Hund, der grundsätzlich dem Rassestandard nahe kommt, keinen schwerwiegenden Exterieur- oder Wesensfehler hat und der gesund ist.

Die klare Schlußfolgerung, die man aus diesem Sachverhalt ziehen muss, lautet:
Ein großer Genpool ist zum Besten der Rasse.
(Zitate, Auszüge teilweise aus http://www.pleistozaen.at/index.htm?population.htm )


(c) Marion Hauser, Juli 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
Unser Text von 2014
Ergänzungen Working Cocker von März 2020


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