Kennel von Roohan


Direkt zum Seiteninhalt

Gesundheit

Zucht


Hauptsache schön?
Gesundheit ist nicht alles - Aber ALLES ist nichts ohne Gesundheit!



Welpen sind keine maschinell hergestellten Produkte, es gibt für sie leider keine standardisierte Qualitäts-Kontrolle. Sie sind Lebewesen, geboren aus zwei anderen Lebewesen, die beide nicht perfekt sein können. Wir als Züchter lassen unsere Zuchthunde auf die bekannten Gesundheits-Probleme der Rasse untersuchen und züchten nur mit Hunden, die offizielle Gesundheits-Zertifikate von unabhängigen Gutachtern haben. Wir testen per DNA-Test zusätzlich zu allen vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen auf prcd-PRA (Netzhautschwund), FN (Schrumpfnieren), AON (Altersneurophatie).

Selbst wenn das Risiko von Krankheiten durch konsequente Zuchtwahl vermindert ist, so ist es doch nie ganz auszuschließen. Auch guten Hunden können schlimme Dinge passieren - es gibt keine lebenslange Garantie auf Gesundheit.

Obwohl wir unser Bestes versuchen, gibt es doch noch so vieles, was wir nicht wissen, und so viele Dinge, die der Welpenkäufer durch seine Art der Aufzucht zu späteren Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Hundes beitragen muss.

(c) von Roohan 2004 - 2019


Was ist HD?
Welche Anzeichen deuten auf HD?

Unter Hüftgelenksdysplasie (HD) verstehen wir eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. HD entwickelt sich in den ersten 15 Monaten des Lebens eines Hundes, später verändert sich nur noch das Ausmass der Arthrose. Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen v.a. Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnutzung (Arthrose) der Hüftgelenke. Bei leichteren Formen der HD können Krankheitsanzeichen fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird. Auch die Schmerzempfindung zwischen den einzelnen Hunden ist recht unterschiedlich: Während der eine Hund mit leichter HD bereits hinkt, hat der andere Hund mit fortgeschrittener Arthrose eine spezielle Bewegungstechnik entwickelt, um Schmerzen zu vermeiden, so dass der Besitzer von der Behinderung möglicherweise gar nichts bemerkt.


Was ist die Ursache für HD?
Die Ursache der HD ist noch nicht abschliessend aufgedeckt. Die neusten Forschungsergebnisse erlauben aber den Schluss, dass die Stabilität des Hüftgelenkes und damit die korrekte Ausbildung des Bindegewebes, welches die Gelenkskapsel bildet, eine ganz entscheidende Bedeutung hat. Die wichtigste Grundlage für HD liegt damit in der Erbanlage eines Hundes. Welche Gene eine Rolle spielen, ist bis heute nicht abschliessend geklärt.

Wie entwickelt sich ein dysplastisches Hüftgelenk?
Die Entwicklung der Hüftgelenke wird massgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst:

  • durch die Erbanlage und
  • durch die Ernährung des Hundes.




Eine Fütterung, welche den Hund sehr schnell wachsen und insbesondere schnell an Gewicht zunehmen lässt, fördert die fehlerhafte Entwicklung der Gelenke nachweislich (...). Sicher ist es vernünftig, eine massive Überbeanspruchung des noch unreifen Skeletts des Junghundes zu vermeiden, da ein Knochen im Wachstum weniger belastbar ist, als das Skelett eines ausgewachsenen Tieres.

(Quelle: http://www.grsk.org; Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflußter Skeletterkrankungen bei Kleintieren e. V. (GRSK e. V.), Hohenheimer Kreis)


DOK Dortmunder Kreis e.V. - Augenuntersuchung
Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung auf erbliche Augenerkrankungen nimmt inzwischen bei vielen Rassehunden einen festen Platz bei der Bekämpfung erblicher Krankheiten ein. Sinn und Zweck dieser Untersuchung ist es, erbliche Augenerkrankungen festzustellen. Dies dient der Gesunderhaltung der Rasse und des einzelnen Individuums.

Es besteht ein Unterschied zwischen dem Begriff ”erblich” und dem Begriff ”angeboren”. Eine Erkrankung oder ein Mangel kann angeboren, d.h. vom Zeitpunkt der Geburt an vorhanden sein, muss damit aber nicht unbedingt erblich sein.

Eine Erkrankung ist dann erblich, wenn die Veranlagung die Krankheit zu entwickeln von den Elterntieren auf die Nachkommen übertragen wird. Erbliche Erkrankungen können angeboren sein oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben des Tieres auftreten. In Einzelfällen ist es nicht möglich, eine Aussage darüber zu machen, ob eine Veränderung/Erkrankung erblich ist oder nicht.

Die DOK-Mitglieder verwenden bei den Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen ausschliesslich die ECVO/DOK/VDH Untersuchungformulare, um die Befunde zu dokumentieren. Der DOK hat eine eigene, zentrale Auswertungsstelle, in der die gesamten Untersuchungsbefunde der Mitglieder statistisch erfasst und ausgewertet werden.

In Zusammenarbeit mit Erbforschern (Genetikern) und dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), sowie den angeschlossenen Rassehundezuchtvereinen werden Programme und Vorschläge zur Verbesserung der Hundezucht erarbeitet und durchgeführt.
(Quelle: DOK Dortmunder Kreis e.V.)


Lt. Zuchtordnung des Cocker Club Deutschland e.V. / VDH müssen Cocker für die Zucht frei sein von:

  • Ektropium = Auswärtsdrehung des Lidrandes.
  • Entropium = Einwärtsrollung des Lidrandes oder von Teilen davon zum Auge hin.
  • Retinaathrophie (PRA) = Netzhautschwund - siehe Erklärung: prcd-PRA
  • Katarakt (KAT) = Grauer Star = jede unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von der Ursache (erblich oder nicht erblich), dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse), oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben). Jede Katarakt, ob ein-oder beidseitig, wird als erblich (HC = Hereditäre Cataract) bedingt angesehen, sofern sich nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache (Verletzungen, Stoffwechselstörungen z.B. Diabetes mellitus, Entzündungen, MPP) ergeben.
  • Glaukom = Grüner Star = erhöhter Augeninnendruck. Kann zur Erblindung und Verlust des Auges führen.



Progressive Retinaatrophie (prcd-PRA)

Die progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine Augenerkrankung, die zu einer Degeneration der Netzhaut (Retina) und durch kontinuierliches Fortschreiten zur Erblindung führt.

Die Netzhaut, an der hinteren Innenseite des Auges lokalisiert, ist für die Bildentstehung verantwortlich und besteht aus Lichtsinneszellen (Photorezeptorzellen) sowie spezialisierten Nervenzellen. Es werden zwei Typen von Photorezeptoren unterschieden: Stäbchen und Zapfen. Die Stäbchenzellen sind spezialisiert auf das Dämmerungs- (hell-dunkel) und Kontrassehen. Die Zapfenzellen hingegen konzentrieren sich auf das Tages- und Farbsehen.

Bei der prcd-PRA verlieren zuerst die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, dies führt zu fortschreitender Nachtblindheit und einem Verlust der Anpassung des Sehvermögens. Im späteren Stadium werden auch die Zapfenzellen zerstört, so dass es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes kommt. Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
(Quelle: Laboklin)

Das für die Krankheit verantwortliche Gen wird beim Cocker Spaniel „prcd“ bezeichnet und kann mittels Gentest bestimmt werden. Die prcd-PRA folgt einem autosomal rezessivem Erbgang, das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat.

Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.

Die untersuchten Tiere können in Sparten eingeteilt werden:
Freie:
(Optigen A oder Optigen A1 oder cl = clear oder Gentyp N/N = homozygot gesund)
Freie Tiere werden niemals erkranken, sie können kein defektes Gen vererben und auch ihre Nachzucht wird niemals an prcd-PRA erkranken.

Träger:
(Optigen B oder Optigen B1 oder ca = carrier oder Genotyp N/PRA = heterozygoter Träger)
Trägertiere werden niemals an prcd-PRA erkranken.

Befallene Tiere:
(Optigen C oder Optigen C1 oder af = affected oder Genotyp PRA/PRA = homozygot betroffen).
Befallene Tiere tragen ein hohes Risiko, an prcd-PRA zu erkranken. Trotzdem können sie - sofern sie mit freien Tieren verpaart werden - der Zucht erhalten bleiben.


Familiäre Nephropathie (FN = Schrumpfnieren)

Die hauptsächlichen Funktionen der Nieren sind die Ausscheidung von Wasser, Fremdstoffen, Elektrolyten und Stoffwechselendprodukten. Die Glomeruli der Niere stellen den Filter dar, der den Urin vom Blut trennt und somit den Primärurin herausfiltert. Ein Netzwerk aus Typ IV Kollagenfasern ist essentiell für die korrekte Struktur der Basalmembran der Glomeruli und somit für die Funktion der Nieren. Die durch FN hervorgerufene progressive Erkrankung der Nieren wird durch einen Collagen Typ IV Defekt verursacht. Hunde mit FN entwickeln im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren chronische Nierenfunktionsstörungen, die schließlich, in manchen Fällen sehr schnell, zu einer Zerstörung beider Nieren führen und tödlich enden. Erste klinische Zeichen sind z. B. übermäßiger Durst, eine verminderte Wachstumsgeschwindigkeit oder Gewichtsverlust, verminderter Appetit und Erbrechen.
Quelle: Laboklin

Es gibt keine Heilung, die Krankheit verläuft immer tödlich. Der FN-Gentest erlaubt eine Frühererkennung der Krankheit.

Die Familiäre Nephropathie folgt einem autosomal rezessivem Erbgang, das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte Gen tragen.

Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.

Genotypen:
A Genotyp N/N frei (homozygot gesund):
Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an FN zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

B Genotyp N/FN Träger (heterozygoter Träger):
Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an FN zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem FN mutationsfreien Hund verpaart werden.

C Genotyp FN/FN betroffen (homozygot betroffen):
Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an FN zu erkranken und zu sterben.


Adult Onset Neuropathy (AON) - Altersneuropathie

Erkrankung
Die Adult Onset Neuropathy ist eine Erbkrankheit, die in ihren Symptomen der Degenerativen Myelopathie (DM) ähnelt. Die ersten klinischen Anzeichen der Erkrankung zeigen sich typischerweise im Alter von 7,5 bis 9 Jahren. Die Erkrankung führt zu Bewegungsstörungen. Die betroffene Hunde entwickeln allmählich unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand, haben eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte Reflexe. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die vorderen Gliedmaßen aus, führt zur Lähmung und am Ende auch zu Schluckbeschwerden.

Die neurologischen Störungen scheinen sich im Laufe von zwei bis vier Jahren zunehmend zu verschlechtern, schreiten aber vergleichsweise langsamer voran als bei einer DM. Es gibt keine Heilung!

Wir haben uns für diesen freiwilligen Gentest entschieden.
Das hierfür auslösende Gen wurde erst Ende 2014 gefunden, so dass wir erst ab 2015 testen konnten.
Wir haben Verantwortung übernommen und unsere Cocker getestet. Unsere Verpaarungen werden seit 2015 so gewählt, dass kein Welpe an dieser Krankheit erkranken kann.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü